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Insight

Unser Alumnus Basti stürmt die Charts

Mit Druckluft geht’s voran – manchmal sogar rauf bis auf den Olymp der deutschen Single-Charts

Die Karnevals-Brass-Band DRUCKLUFT aus Köln/Bonn ist ein Phänomen: Mit energiegeladener Live-Musik und positiven Vibes rocken sie die Bühnen und stecken auch hartgesottene Nicht-Karnevalist·innen mit guter Laune und Ohrwurm-Garantie an.

Gitarrist der Band ist unser Alumnus und Dozent Sebastian Smolka. Die „5. Jahreszeit“ 2026 wird er so schnell nicht vergessen, denn gemeinsam mit seinen neun Bandmitgliedern ist ihm etwas höchst Seltenes gelungen: Mit ihrer „Karnevalsmaus“ landete die Combo nicht nur den diesjährigen Sessionshit, sondern bestieg Ende Februar auch den Thron der offiziellen deutschen Single-Charts. Damit ist DRUCKLUFT die erste nationale Band auf Platz 1 des Single-Rankings seit Rammstein („Zick Zack“) vor vier Jahren und die erste Karnevals-Band an der Spitze seit den Höhnern („Wenn nicht jetzt, wann dann?“) vor 19 Jahren.

So wird 2026 wohl das wildeste Jahr der Bandgeschichte. Denn neben der Topplatzierung in den Charts können sich Fans auf neue Single-Veröffentlichungen und Auftritte auf über 20 Konzerten und Festivals in Deutschland und dem benachbarten Ausland freuen. Das klingt nach Karnevalsfeeling das gesamte Jahr lang – nicht nur in den jecken Hochburgen am Rhein.

Wir haben bei Sebastian, genannt Basti, nachgefragt:

Lieber Basti, herzlichen Glückwunsch zur Top-Chart-Platzierung! Wie habt ihr diesen einzigartigen Moment erlebt und gefeiert? Die frohe Botschaft kam ja erst nach Aschermittwoch 😉
“Vielen Dank! Offiziell werden die Charts immer freitags um 16 Uhr bekanntgegeben. Da die Zeichen gut standen, sollten wir am Freitag nach Karneval bereits mittags zu einem Fotoshooting am Kölner Dom erscheinen, damit es für den Fall einer Nummer 1 auch ein passendes Pressefoto gibt. Erst wenige Sekunden bevor das Foto gemacht wurde, haben wir dann erfahren, dass wir tatsächlich auf Platz 1 sind. Da sind wir dann in absoluten Jubel ausgebrochen. Auch wenn es jetzt schon ein paar Wochen her ist: Ich kann es immer noch nicht glauben, dass wir wirklich auf Platz 1 der Charts waren. Selbst als wir Ende Januar zum allerersten Mal überhaupt in den Top 100 der Single-Charts auftauchten, war das für uns schon völlig verrückt. So richtig feiern konnten wir den Erfolg gemeinsam noch nicht. Nach etwa 170 Gigs zwischen Anfang Januar und Rosenmontag ist für uns erstmal etwas Urlaub angesagt, sodass wir seit Karneval noch nicht die gesamte Band wiedervereinen konnten. Aber wenn wir Mitte März für einen Festivalauftritt nach Österreich fahren, wird die Platz 1-Feier sicherlich noch ordentlich nachgeholt.”

Du bist Musiker durch und durch. Woher kommt deine Leidenschaft für Brass und Karnevalsmusik? Und wie habt ihr euch gefunden und DRUCKLUFT zum Leben erweckt?
“Die ersten Berührungspunkte mit dem rheinischen Karneval und Blasmusik hatte ich mit fünf Jahren als Trommler in einem Musikverein. Bei Druckluft habe ich dann gemerkt, dass man mit Blasinstrumenten nicht nur traditionelle Blasmusik machen kann, sondern modernen Brass-Party-Pop, der auf dem Parookaville genauso gut funktioniert wie auf einer Karnevalsparty. Entstanden ist Druckluft ursprünglich als Schüler·innenband am Kardinal-Frings-Gymnasium in Bonn 2015. Als sich eine Professionalisierung der Band anbahnte, kam ich als eine von mehreren Personen hinzu, die selbst nicht an dieser Schule waren.”

Von 2012 bis 2014 hast du Audio-Engineering an unserem Campus in Köln studiert. Hatte dein Hobby Einfluss auf deine Studien- und Berufswahl?
“Vor Druckluft habe ich als Hobby in ein paar anderen Bands gespielt und bin auch heute noch als Solo-Liedermacher unterwegs. Das Audio-Engineering-Studium habe ich daher vor allem aus der Leidenschaft zur Musik begonnen und aus der Neugier heraus, verstehen zu wollen, wie Musikproduktion wirklich funktioniert. Dass Druckluft mal mein Beruf werden würde, habe ich damals noch nicht kommen sehen. Die technischen Aspekte des Audio-Engineering-Studiums haben mir vor allem in der Anfangszeit der Band viel geholfen, wenn beispielsweise diskutiert wurde, welches Equipment angeschafft werden sollte.”

Dem SAE Institute bist du bis heute treu und nun bereits seit vielen Jahren als Dozent im Fachbereich Music Business aktiv. Was reizt dich daran, dein Wissen mit dem Nachwuchs zu teilen?
“Mich reizt vor allem die Möglichkeit, mein Wissen und meine Erfahrung an die nächste Generation weiterzugeben. Dabei macht es mir Freude, die Studierenden bei der Entwicklung eigener Ideen und Strategien im Music Business zu unterstützen und zugleich im Austausch mit ihnen selbst neue Perspektiven zu gewinnen. Der Studiengang ist besonders spannend, weil er Theorie und Praxis verbindet: Als studierter Wirtschaftswissenschaftler unterrichte ich gern die Grundlagen von BWL und Marketing, gleichzeitig fasziniert mich der kreative Bereich der Musikbranche – von Künstlerentwicklung über Promotion bis hin zu innovativen Geschäftsmodellen – und diese Kombination können die Studierenden praxisnah erleben.”

Als Berufsmusiker hast du viel praktische Erfahrung im Gepäck. Wie fließt diese in deine Lehre ein?
“In meinen Vorlesungen greife ich häufig auf meine Erfahrungen aus der Musikindustrie und dem Bandalltag zurück. So kann ich theoretische Inhalte praxisnah erklären und mit konkreten Beispielen veranschaulichen. Besonders fließen meine zehnjährige Erfahrung in der Entwicklung und Professionalisierung meiner eigenen Band sowie die Zusammenarbeit mit Künstler·innen aus unterschiedlichen Genres in die Lehre ein.”

Wenn dich unsere Studis fragen, wie man am besten die Charts stürmt: Welchen Rat würdest du ihnen geben?
“Ein Platz 1 in den Charts lässt sich nicht planen. Aber man kann die Voraussetzungen dafür schaffen, dass es überhaupt im Bereich des Möglichen liegt. In unserem Fall haben wir uns in den vergangenen zehn Jahren als Band eine gute Ausgangsbasis erarbeitet und uns immer weiter professionalisiert, sodass der Song auf fruchtbaren Boden stößt. Was für Außenstehende manchmal nach einem Erfolg quasi über Nacht oder einem plötzlichen Durchbruch aussieht, ist oft das Ergebnis jahrelanger Arbeit und auch vieler Misserfolge, aus denen man lernen kann. Was ich meinen Studierenden auch immer wieder sage: Wir verdienen mit Druckluft unser Geld in erster Linie live. Auch vor dem Chart-Hit haben wir schon 250 Auftritte pro Jahr gespielt. Nur allein mit Streaming-Einnahmen – auch mit einem Platz 1 in den Charts – wird man nicht zwangsläufig reich.”

Vielen Dank, lieber Basti! Wir freuen uns, dich mit deiner Expertise im Team zu haben, und wünschen dir eine bunte Festivalsaison! 🙌🏼

 
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